KTM im Härtetest
Eigentlich kennt der Fußboden in der „Linde“ in Affalter stampfende Füße von Fans, die sich im Rhythmus
von Nazareth, Fiddlers Green oder Wolf Maahn bewegen. Am Abend des 3. Oktober 2009 aber bekam er die Reifen von zwei KTM 990 Adventure zu
spüren. Pünktlich zum Tag der deutschen Einheit vereinigten sich Andy und Rene Bernhardt mit ihrer zahlreich erschienenen
Fangemeinde.
Nach 22.644 km quer durch Russland, die Mongolei und die zentralasiatischen Staaten erreichten sie nach acht Wochen
wohlbehalten ihr Ziel. Nach
dem Empfang mit Feuerwerk, Händeschütteln und einem einheimischen Bier gaben Rene und Andy die
ersten Geschichten zum Besten.
Während der Reise konnten sich Freunde und Fans auf der Webseite www.zweiradcenter-bernhardt.de
über den Stand der Unternehmung
informieren, allerdings ließen sich aus den erhaltenen SMS und Mails, sowie einigen Fotos, nur
ein Teil der Faszination und Dramatik der
Tour erfahren. Den zwei Bernhardts und ihren Motorrädern sah man bei der Ankunft die
Strapazen nicht an. Andy, der 20jährige Sohn von
Rene kam frisch rasiert in Affalter an, Rene war wie immer zu Späßchen
aufgelegt. Die gefährlichen Situationen, wie
plötzlicher Schneefall im Altaigebirge oder die dubiosen
Botschaftsangehörigen in Usbekistan, die die zwei in eine zwielichtige
Unterkunft lockten, hatten sie gut überstanden.
Und die Reisegefährten? Hier sei zunächst
angemerkt, dass die Maschine von Bernhardt Senior
bei Beginn der Tour bereits 30.000 km auf der Uhr hatte, davon 8.000 km als Mietmotorrad. Die
Maschine vom Junior hatte
„erst“ 22.000 km runter. Eine umfangreiche Inspektion mit dem Austausch der Verschleißteile, also
Kettenkit,
Lenkkopflager, Bremsklötzer, neue abgelagerte Reifen und neue Varta Batterien zu Beginn der Reise waren die letzten
„Streicheleinheiten“ für die Reiseenduros. Außerdem spendierte Rene seinem Motorrad eine neue Wasserpumpenwelle,
Kupplungszylinder wanderten als Ersatz in das Reisegepäck.