Tagebuch Rene und Andy Bernhardt
Gestern Abend gegen 19.00 Uhr haben Rene
und Andy wieder Heimatboden unter die Räder genommen. In Reitzenhain hatten sie etwa 15 Motorradfahrer in Empfang genommen und nach
Affalter begleitet.
Vor der Linde warteten schon viele Freunde und Verwandte voller Ungeduld. Endlich, gegen 20.15 Uhr,
donnerten
von weitem die Motoren der beiden Abenteurer und ihrer Begleiter.
Im Schein von Fackeln am Straßenrand und einem Feuerwerk legten
die zwei Bernhardts die letzten Meter ihrer Reise zurück. Erst einmal mussten sie Hände schütteln, sich umarmen und auf
die Schultern klopfen lassen. Beide machten einen überraschend frischen Eindruck - Andy hatte sich noch rasiert. Ihm sah man
die
23.000 km und die letzte Etappe von 700 km nicht an. Auch Rene war gleich zu Späßen aufgelegt. Er hatte eine
Mongolenmütze mitgebracht, die er mit seinem Helm tauschte. Andy zauberte eine Art Fellmütze aus den Seitenkoffer.
Bis
in den Saal der Linde brauchten sie noch mal eine halbe Stunde, das erste Glas Bier wurde ihnen gereicht, immer wieder
mussten beide
Fragen beantworten. Alle waren sichtlich erleichtert, dass sie gesund und munter von der Reise zurückgekommen
sind. Der
größte Stein ist wohl Heike, Andys Mutter vom Herzen gefallen und auch die Eltern von Rene strahlten
mächtig. Immer
wieder bildeten sich Menschentrauben und Rene und Andy gaben die ersten Berichte zum Besten. Hier zeigte
sich, dass die Erlebnisse oft
deutlich dramatischer gewesen sind, als dies die SMS Nachrichten oder die Mails rüber bringen
konnten. Besonders haarig war es in
Ulan Bator, als Andy seinen Vater mit Faustschlägen von einem aufdringlichen
Einheimischen befreien musste.
Immer wieder
sprachen die zwei von tollen, gastfreundlichen und hilfsbereiten Menschen, die
ihre Tour zu einem echten Erlebnis werden
ließen.
All das würde das Tagebuch sprengen, deshalb haben die
Bernhardts versprochen, uns ausführlich und mit
Fotos untermalt von ihren Abenteuern zu berichten.
Die erste Begrüßung auf der
Bühne der Linde nahm der Lößnitzer
Bürgermeister Gotthard Troll vor. Er empfing die beiden
Weitgereisten mit herzlichen Worten und überreichte
an einem Heurechen einheimische Wurst und Schinken.
Damit machte er Rene
und Andy eine große Freude, das Essen war
für mitteleuropäische Mägen oft sehr gewöhnungsbedürftig. Von
Schaffleisch hätten sie erstmal
genug, war der einstimmige Kommentar….
Anschließend erfolgte die offizielle
Begrüßung durch das „Asien Express“ Team. Jens
Höhnel ließ in einer tollen Laudatio die
Reise von Vater und Sohn noch einmal aus der Sicht der Daheimgebliebenen Revue
passieren und überreichte den beiden eine
Mappe mit allen Tagebuchseiten, gesendeten Nachrichten in O-Ton, sämtlichen
übersandten Fotos, allen Zeitungsberichten
und denen vom Kabeljournal.
Mit Livemusik von
„Saitenwechsel“ und
„elf99“ klang der Abend aus, unsere zwei waren noch ziemlich munter und beantworteten
viele Fragen.
Dies ist die letzte Tagebuchseite vom „Asien Express“, bald wird die
beiden Bernhardts
der Werkstattalltag fordern. Die Erlebnisse werden sie aber weiter begleiten, nicht zuletzt, wenn sie ihre beiden
treuen
„Kamele“ mit Namen KTM 990 Adventure bewegen werden, denn die werden sie wohl für immer behalten.
Schließlich haben die Maschinen und das angebaute Zubehör perfekt gehalten und sie nie in Stich gelassen.
Mir persönlich hat es ungeheuer Spaß gemacht, die beiden als Tagebuchschreiber zu begleiten,
wenn auch nur aus der Ferne. Reiseberichte, speziell von Motorradfahrern haben mich schon immer fasziniert, einige Bücher zu dem
Thema stehen bei mir im Bücherregal. So ein Abenteuer quasi aus erster Hand zu „erfahren“ war und ist umso
spannender.
Deshalb sei hier speziell von mir und auch im Namen vom „Asien Express“ Team Andy und Rene ein
herzliches Dankeschön gesagt.
Ihr habt uns so manche bange Stunde beschert, aber auch
eine
Menge neue Einblicke verschafft! Wir sind verdammt stolz auf Euch…
Claus
Uhlmann (&
Jens Höhnel)