Rumänientour 2009
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Rumänientour 2009


KTM-Motorradabenteuer Rumänientour 2009
KTM-Motorradabenteuer Rumänientour 2009

Als ich im Juli 2009 mit meiner in Deutschland lebenden Freundin rumänischen Ursprungs zu einer 10-tägigen Reise in Rumänien startete, wusste ich ausgehend von meinen „bescheidenen“ Geographiekenntnissen aus der Schulzeit nicht viel mehr, als das wir ein Land in Südosteuropa bereisen werden, von welchem die Hauptstadt Bukarest ist, der Nordosten des Landes an Moldawien, der Norden an die Ukraine, der Westen an Ungarn, der Südwesten an Serbien, der Süden an Bulgarien, sowie der Osten an das Schwarze Meer grenzt. Die Karpaten, neben den Alpen, ein bedeutendes Hochgebirge Europas, bilden das Zentrum von Rumänien und durchziehen das Land von Südwesten nach Norden in einem offenen Bogen. Sie setzen sich in die Ukraine und Polen nach Nordwesten/Westen fort. Übriges Land ist in Hochland und Ebenen gegliedert, wobei erwähnt werden muss, das die Donau mit 2.857 km der zweitlängste Fluss Europas. Sie fließt an der Landesgrenze zu Ungarn, Serbien und Bulgarien durch die Ebenen Rumäniens nach Nordwesten an der Grenze zur Ukraine und Moldawien in ein gigantisches 5.000 km² großes Biosphärenreservat, dem Donaudelta, und mündet in das Schwarze Meer.

Darüber hinaus war mir auf der kulturellen Ebene bekannt, dass es wohl einmal so etwas wie einen „Dracula“ gegeben haben muss, der im Mittelalter in Transsylvanien zu Hause war. Begriffe wie „Walachei“ waren mir zudem aus dem erzgebirgischen Sprachgebrauch mit Freunden geläufig.

Mit den vorab geschilderten spartanischen Geographie- und Kulturkenntnissen des Landes, kombiniert mit meiner rumänisch sprechenden Freundin, einer aus dem Internet bestellten Endurokarte, sowie dem Motivationswort „FAHRTWIND“ unseres KTM-Händlers „Berni“ aus Lößnitz im Ohr, starteten wir nach einem groben Plan die nachfolgend beschriebene Tour:




1. Tag

Ich glaube das Anstrengendste von allen Dingen der ganzen Reise war die 17-stündige Anreise aus Deutschland (Auto mit Hänger) nach Lipova - Bad Lippa - ca. 30 km östlich von Arad und 80 km westlich der ungarischen Grenze in die Geburtsstadt meiner Freundin.
Nach einer Mütze Schlaf in brütender Hitze hat uns dafür der Empfang bei den Verwandten - Oma, Tante, Onkel, Cousinen und Cousins - umso mehr entschädigt. Und sogleich lernte ich die rumänische Gastfreundschaft kennen, in der ich als Fremder sehr herzlich aufgenommen wurde. Trotz relativ ärmlicher Verhältnisse hat es an nichts gefehlt, vor allem nicht an einem guten Pflaumenschnaps, welcher in einer 1,5 l Plastikflasche serviert wurde (...wahrscheinlich nicht im Kaufland des benachbarten neuen Einkaufscenters in Arad erworben).

Nach dem Bepacken meiner KTM Superenduro 950 R mit zwei Alukoffern, Tankrucksack, Gepäckrolle und „Freundin“ führte uns der erste Tag unserer Rumänien-Tour, ausgehend von Lipova, auf ca. 260 km in südliche Richtung durch das hügelige Karpatenvorland der Walachei über kleinere Dörfer und Städte durch ein Skigebiet namens Semenic nach Baile Herculane. Vorwiegend Asphalt, jedoch wenig gut ausgebaut und teilweise Offroad, war das ein kleiner Vorgeschmack, auf das, was uns in den nächsten Tagen blühen sollte.
Baile Herculane, zu deutsch Herkulesbad, ist am Namen erkennbar, eine Bäderstadt aus der Römerzeit. Sie beherbergt heiße Mineral- und Thermalwasserquellen und hat eine ziemlich verfallene Bäderarchitektur. Dennoch ist in den Straßen reger Betrieb und es gibt allerhand zu entdecken. Äußerst interessant sind die am Cerna befindlichen kleinen maroden Betonbecken, die mit heißem Thermalwasser natürlich aus dem Berg gespeist werden. Die kann jeder nach Lust und Laune zu Badezwecken benutzen, gerade richtig nach einem anstrengenden Motorradtag. Im Übrigen war ich überrascht als wir mitten im Zentrum eine private Übernachtung für schlappe 10 € ohne Frühstück bekamen.






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