Asien Express 2009 was die Presse darüber schrieb von Juli
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Presseberichte Asien Express Juli 2009



Vater und Sohn erobern den Osten

Abenteuer ,,Asien Express" beginnt am Samstag in Lößnitz

VON ANNA NEEF

Lößnitz. 25.000 Kilometer in neun Wochen - ein Härtetest für Mensch und Material. Fakt ist schon jetzt: Das Abenteuer ,,Asien Express" wird für Rene und Andy Bernhardt ein unvergessliches Erlebnis. Am Sonn¬abend, 7 Uhr startet das Vater-Sohn ¬Gespann mit seinen zwei Motorrä¬dern vom heimatlichen Lößnitz aus durch. Die erste Etappe führt in die polnische Hauptstadt Warschau.
"Ich denke, die erste Woche wird sehr hart", sagt Rene Bernhardt, der zu Trainingszwecken seit einem Jahr auf den Genuss von hochpro¬zentigem Alkohol verzichtet, abge¬speckt hat und viel Fahrrad gefah¬ren ist. Die Mammuttour, die der 42- Jährige jetzt mit seinem 19-jähri¬gen Filius in Angriff nimmt, ist straff durchgeplant. Im Schnitt zwi¬schen 500 und 900 Kilometer sollen pro Tag auf dem Tacho hinzukom¬men. "Nach einer Weile lassen die Schmerzen bestimmt nach", hofft Rene Bernhardt und muss schmun¬zeln. Läuft alles wie am Schnür-chen, steigt am 3. Oktober ein spek¬takuläres Finale, wenn die beiden Abenteurer mit ihren Motorrädern im Tanzsaal des Affalterer Gasthofs "Zur Linde" einfahren. Doch bis dahin liegen noch viele Kilometer, sieben Zeitzonen und ei¬nige Strapazen vor ihnen. Mit reich¬lich Sonne im Herzen geht das Duo sein Großprojekt an. Und erfüllt sich damit einen Lebenstraum. Eine abgefahrene Idee, zweifellos. Wie man darauf kommt? "Ich wollte schon immer mal nach Russland", sagt Rene Bernhardt kurz und knapp. Gänzlich Neuland sind der¬lei Touren für den Betreiber eines Zweiradcenters in Lößnitz nicht. In kleinerer Ausführung gehören solche Ausflüge, etwa im Balkangebiet, seit 1999 zum Angebot der Bern¬hardts. Eine dieser Motorradreisen eignet sich sogar für Familien. Der "Asien Express“ hingegen verlangt dem Gespann -ohne Serviceteam im Rücken, völlig auf sich allein ge¬stellt- mit Sicherheit alles ab. Zu¬mal Vater und Sohn ihr Nachtlager meist spontan aufschlagen, will hei¬ßen: im Zelt. Einige Länder müssen sie wegen begrenzter Visa- Geneh¬migungen zudem in einem be¬stimmten Zeitraum hinter sich las¬sen. Bummeln ist also nicht drin. Die beiden werden Flüsse durch-queren und allein 800 Kilometer auf Schotter zurücklegen. Ohnehin sind nur 20 Prozent der Strecke as¬phaltiert. "Der Rest geht durchs Ge¬lände", erklärt Rene Bernhardt. Eine Herausforderung, die die Erz¬gebirger auf Motorrädern der Marke KTM, Typ 990 Adventure - zu deutsch: Abenteuer - bewältigen wollen. Aus dem Test einer Fachzeit¬schrift ging die Maschine jüngst als Sieger und bestes Straßenmotorrad hervor. Das Vertrauen ins Material ist groß. "Sonst bräuchten wir gar nicht losfahren." Im Originalzustand befinden sich die Maschinen, die be¬reits 34.000 beziehungsweise 20.000 Kilometer auf der "Uhr" haben, nicht mehr. "Sie sind mit Extras ausgestat¬tet, die so eine Reise verlangt", erläu¬tert der 42-Jährige. Der Tank etwa ist eine Spezialanfertigung, die mehr Sprit fasst als die übliche Variante. "Wir benötigen eine Reichweite von mindestens 500 Kilometern, weil wir teilweise in sehr dünn besiedelten Gebieten 'unterwegs sind", so Rene Bernhardt. Beispiel Mongolei: Pro Quadratkilometer zählt das Land, in dessen Hauptstadt die Temperatur im Durchschnitt minus zwei Grad Celsius beträgt, gerade einmal zwei Einwohner. "Da ist viel Platz."
Im Kopf schwirrt Rene Bernhardt dieses Abenteuer seit vielen Jahren herum. Spruchreif wurde es ab Ok¬tober vorigen Jahres. "Seither laufen die Vorbereitungen", sagt der ge¬lernte Nähmaschinen-Mechaniker, der 1991 seinen Laden in Lößnitz er¬öffnet hat und seit 1996 KTM-Ver¬tragshändler ist. Mit dem Zweirad¬center hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. "Ich bin schon immer gern Motorrad gefahren." In diesem Punkt ist der Sohn ganz der Papa. Ei-nes stellt Rene Bernhardt aber klar: "Wir wollen uns einen Traum erfül¬len, nicht unser Leben riskieren. Wenn etwas schief geht, brechen wir ab oder stellen die Route um."




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