Startschuss für "Asien
Express" gefallen - 50 Leute verabschieden Vater und Sohn
Von ANNA NEEF
Lößnitz. Das Abenteuer "Asien Ex¬press" hat begonnen: Am Samstag, 7.30 Uhr
sind Rene und Andy Bern¬hardt aus Lößnitz zu ihrer Traum¬tour aufgebrochen. Rund 25.000 Ki¬lometer wollen
Vater
und Sohn in¬nerhalb von zwei Monaten auf ihren Motorrädern zurücklegen. Die Route führt sie durch 19
Länder bis
in die Mongolei und wieder zurück ins Erzgebirge, wo sie am 3. Oktober in den Tanzsaal des Affalterer
Gast¬hofs "Zur Linde"
einfahren wollen.
Gut 50 Freunde, Angehörige und Bekannte haben Rene (42) und sei¬nen 19
-jährigen Sohn Andy
Bern¬hardt am Samstag vor dem Zweirad¬center der Familie verabschiedet und beste Wünsche
mit auf den langen Weg gegeben.
Nach den Beiträgen über den ,,Asien Express" vorige Wo¬che in der "Freien Presse"
gingen bei den beiden Abenteurern
unzählige Anrufe und E-Mails ein. Teils sogar von fremden Menschen, die dem Duo viel
Glück für die Reise
ge¬wünscht haben. "Die Resonanz war überwältigend. Und bei uns steigt langsam
das Lampenfieber", hatte Rene Bernhardt
noch am Freitag¬ Nachmittag erklärt. Nun ist er mit seinem Sohn unterwegs.
Kurz vor dem Start am Samstag¬morgen
überreichte der Lößnitzer Bürgermeister Gotthard Troll den beiden
einen Tankgutschein. Sogar der ehemalige
Russischlehrer von Rene war vor Ort, um ihm noch eini¬ge wichtige Vokabeln in
Erinnerung zu rufen. Freunde aus dem Vogtland brachten
den Bernhardts Nudeln, an¬deren leicht verstaubaren Proviant und zwei
Flaschen Bier mit.
Die Tour absolvieren die
Lö߬nitzer auf Motorrädern der Marke KTM, Typ 990 Adventure.
Vollge¬packt mit Ersatzreifen,
Benzinkanis¬tern, Zelt, Grillzeug und dem restli¬chen Gepäck fuhren sie am
Samstag über Chemnitz in Richtung
polni¬sche Grenze. Nach zirka 800 Kilome¬tern Fahrt erreichten sie
planmäßig die Masuren, auch bekannt als "Land der
3.000 Seen" im Nord-Osten Polens. Über Lettland und Estland
steuern sie heute Russland und damit ihr nächstes Etappenziel an:
St. Peters¬burg, wo das Gespann drei Tage
ver¬weilt. Am 21. August wollen Vater und Sohn in Ulan Bator, der Haupt¬stadt der
Mongolei, ankommen.